Slowakei E-Rechnung 2027: Was umsatzsteuerpflichtige Unternehmen vorbereiten müssen

E-Rechnungspflicht in der Slowakei 2027: Was umsatzsteuerpflichtige Unternehmen vorbereiten müssen

Ab dem 1. Januar 2027, alle Slowakische umsatzsteuerpflichtige Unternehmen müssen strukturierte XML-Rechnungen gemäß EN 16931 unter Verwendung von UBL 2.1 oder CII für nationale B2B- und B2G-Transaktionen ausstellen und empfangen. Rechnungen werden über zertifizierte Dienstleister, sogenannte “Digital Postmen”, auf Basis eines Peppol-Modells ausgetauscht und über IS eFaktúra nahezu in Echtzeit gemeldet. Freiwillige Tests werden bis 2026 fortgesetzt, während grenzüberschreitende Transaktionen und automatisierte Meldeanforderungen 2030 folgen werden. Nichteinhaltung kann zu Geldstrafen von bis zu 100.000 € führen. Das SAP Add-On von Melasoft, das Docnova-Portal und API- oder SFTP-Integrationen können Unternehmen helfen, sich vor Inkrafttreten des Mandats vorzubereiten.

Die Slowakei steht vor einem der bedeutendsten Änderungen ihrer Mehrwertsteuerlandschaft seit Jahrzehnten. Ab dem 1. Januar 2027 wird die strukturierte elektronische Rechnungsstellung für umsatzsteuerlich registrierte Unternehmen verpflichtend. Unternehmen, die sich jetzt vorbereiten, können mit weitaus geringeren Störungen in das neue System übergehen.

Dieser Leitfaden erklärt, was das Mandat abdeckt, wie das technische Modell funktioniert und welche praktischen Schritte die Mehrwertsteuerzahler vor dem Startdatum unternehmen sollten.

Was die Slowakei E-Rechnung 2027 tatsächlich verlangt

Gemäß dem geänderten Mehrwertsteuergesetz, das vom slowakischen Parlament im Dezember 2025 verabschiedet wurde, führt die Slowakei E-Invoicing 2027 neue Compliance-Pflichten für alle umsatzsteuerlich registrierten Steuerschuldner ein. Dies umfasst Unternehmen, Einzelunternehmer und viele Freiberufler.

Ab dem 1. Januar 2027 müssen diese Unternehmen Rechnungen für inländische Transaktionen ausschließlich in strukturierter elektronischer Form ausstellen und empfangen. Die Rechnungsdaten müssen außerdem über das System IS eFaktúra, auch bekannt als IS eFA, nahezu in Echtzeit an die Finanzverwaltung gemeldet werden.

Der Geltungsbereich umfasst in erster Linie den heimischen B2B- und B2G-Transaktionen in der Slowakei. B2C-Lieferungen bleiben vorerst außerhalb des Mandats.

Unternehmen, die nicht für die Mehrwertsteuer registriert sind, aber als steuerpflichtige Personen oder juristische Personen mit Sitz in der Slowakei gelten, müssen dennoch technisch in der Lage sein, strukturierte elektronische Rechnungen zu empfangen. Dies bedeutet, dass die praktische Reichweite von Slowakei: verpflichtende E-Rechnung reicht über umsatzsteuerpflichtige Unternehmen hinaus.

Das technische Modell: Peppol, digitale Postboten und EN 16931

Die Slowakei hat eine dezentrale, Fünf-Ecken-Modell basierend auf Peppol. Rechnungen werden über zertifizierte Dienstleister, sogenannte “Digital Postmen”, ausgetauscht.”

Diese Anbieter validieren jede Rechnung, stellen ihre Echtheit und Integrität sicher und übermitteln sie sowohl an den Empfänger als auch an die slowakische Finanzverwaltung. Die Finanzdirektion fungiert als Peppol-Behörde für die Slowakei und führt das Register der akkreditierten Anbieter.

EN 16931-Konformität bildet die Grundlage für das neue Framework. Eine gültige elektronische Rechnung muss ein maschinenlesbares XML-Dokument sein, das dem europäischen Standard EN 16931 unter Verwendung der UBL 2.1- oder UN/CEFACT-CII-Syntax folgt.

PDF-Rechnungen und gescannte Dokumente gelten nicht mehr als elektronische Rechnungen. Eine konforme strukturierte Rechnung ist nicht einfach nur eine digitale Kopie einer Papierrechnung. Sie enthält standardisierte Daten, die von Buchhaltungs- und ERP-Systemen automatisch verarbeitet werden können.

Mehrere andere Anforderungen sind wichtig für Slowakei Rechnungs-Compliance. Die bestehende Frist von 15 Tagen für die Rechnungsstellung nach dem Steuerdatum bleibt bestehen. Die Zustellung der Rechnung über einen Digitalen Postboten innerhalb dieser Frist erfüllt die Ausstellungs-Pflicht.

Elektronische Rechnungen müssen zehn Jahre lang in ihrem ursprünglichen XML-Format archiviert werden. Strafen können bei erstmaligen Verstößen bis zu 10.000 € und bei wiederholten Verstößen bis zu 100.000 € betragen. Die offizielle FAQ, Leitfaden Nr. 9/DPH/2025/IM, weist jedoch darauf hin, dass offensichtliche und umgehend korrigierte Fehler keine Strafen nach sich ziehen sollten.

Slowakei E-Reporting und der Weg ins Jahr 2030

Slowakeis E-Rechnungs-Mandat ist eng mit einem neuen Berichtssystem verbunden.

Ab dem 1. Juli 2030 werden die Mehrwertsteuer-Kontrollmeldung, bekannt als Kontrolný výkaz, und die Zusammenfassende Meldung, bekannt als Súhrnný výkaz, abgeschafft. Sie werden durch Daten ersetzt, die automatisch über das elektronische Rechnungsstellungssystem übermittelt werden.

Die E-Reporting-Pflicht in der Slowakei wird daher kein vollständig separater Prozess sein. Das Reporting wird dieselben strukturierten Daten verwenden, die in elektronischen Rechnungen enthalten sind. Dies macht saubere, genaue und standardisierte Rechnungsdaten besonders wichtig.

Die Implementierungszeitspanne gibt Unternehmen Zeit zur Vorbereitung. Freiwillige Tests werden 2026 verfügbar sein, und der Live-Austausch gültiger elektronischer XML-Rechnungen wird voraussichtlich im Mai 2026 beginnen.

Das nationale Mandat tritt am 1. Januar 2027 in Kraft. Für grenzüberschreitende Binnentransaktionen innerhalb der EU wird erwartet, dass sie am 1. Juli 2030 in den Geltungsbereich einbezogen werden, womit die Slowakei an die EU-Mehrwertsteuerreformen im digitalen Zeitalter angepasst wird.

Warum SAP-Anwender frühzeitig handeln sollten

Für Organisationen, die SAP nutzen, besteht die Hauptherausforderung darin, konforme XML-Rechnungen direkt aus bestehenden Rechnungsprozessen zu generieren, ohne zusätzlichen manuellen Aufwand zu verursachen.

SAP e-invoicing-Projekte wirken sich oft gleichzeitig auf mehrere Bereiche aus, darunter Stammdaten, Steuerermittlung, Ausgangsmanagement, Rechnungsabbildung und Archivierung. Ein früher Start gibt technischen Teams und Finanzteams mehr Zeit, Datenlücken zu identifizieren und End-to-End-Tests während der freiwilligen Periode 2026 abzuschließen.

Melasofts SAP Add-On integriert sich direkt mit SAP ECC und SAP S/4HANA. Es generiert XML-Rechnungen gemäß EN 16931 verwendet UBL oder CII Syntax und bildet Rechnungsdaten gemäß slowakischen Anforderungen ab.

Die Lösung verbindet sich mit einem zertifizierten Digitalen Postboten, um eine korrekte Rechnungsübermittlung und -meldung sicherzustellen. Sie unterstützt zudem die zehnjährige Archivierungspflicht im XML-Format innerhalb desselben Workflows.

Für Unternehmen, die eine webbasierte Lösung suchen, bietet das Docnova-Portal eine einfachere Möglichkeit, strukturierte elektronische Rechnungen zu erstellen, zu validieren, zu versenden und zu empfangen, ohne umfangreiche Änderungen an Kernsystemen vornehmen zu müssen.

Für Szenarien mit hohem Volumen oder für System-zu-System-Fälle ermöglichen API- und SFTP-Integrationen den direkten Austausch von Rechnungsdaten zwischen einem ERP-System und dem slowakischen E-Invoicing-Framework.

Melasoft unterstützt E-Rechnungsstellung und SAP-Konformität in über 30 Ländern. Unternehmen, die in mehreren Märkten tätig sind, können daher mit einem Partner zusammenarbeiten, anstatt separate Lösungen für jede Gerichtsbarkeit zu verwalten.

Da Länder wie Frankreich, Deutschland und Rumänien ihre E-Invoicing-Systeme weiter ausbauen, kann ein einheitlicher internationaler Ansatz die Einhaltung von Vorschriften und die Integrationsverwaltung erheblich vereinfachen.

Nächste Schritte

Die Zeit vor dem 1. Januar 2027 sollte für die Vorbereitung und Erprobung genutzt werden.

Unternehmen sollten im Jahr 2026 die Qualität ihrer Rechnungsdaten bewerten, sicherstellen, dass ihre SAP- oder ERP-Systeme strukturierte XML-Dateien generieren können, einen zertifizierten Digital Postman auswählen und End-to-End-Tests durchführen.

Wenn Sie eine Bereitschaftsbewertung für die slowakische E-Rechnung wünschen, kann das Melasoft-Team das SAP Add-On, das Docnova-Portal und die verfügbaren Integrationsmöglichkeiten vorstellen und Ihnen helfen, einen klaren Weg zur Compliance zu schaffen.

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